Archive | psychologie RSS for this section

Parallelwelt Facebook

Alle paar Tage zeigen Sie auf Facebook wie groß ihre Liebe ist. Doch nach vielen Jahren Ehe dann die Scheidung von einen Tag auf den anderen. – Facebook zeigt eine heile Welt, eine Traumwelt. Eine Welt die aber mit der realen Welt kaum etwas zu tun hat. Facebook ist nützlich um Statussymbole noch besser auszustellen und erzeugt aber bei vielen Mitmenschen Neid und den Zwang selbst auch eigene Statussymbole zu zeigen. – Beste Beispiele: Bilder vom teuren Urlaub, teures Essen, Auto, Haus und sogar der Partner muss als Statussymbol herhalten.

ADHS ist real

Meinung: „ADHS gibt es ja sowieso nicht“ –> Diese Meinung wird oft geäußert. Gerade auch, da der Ritalin-Gebrauch in den letzten zehn Jahren stark anstieg. Anscheinend pushen die Pharafirmen ADHS so stark, da sie so viel mehr Geld durch ihre Medikamente verdienen. Viel zu viele Kinder bekommen das Medikament jedoch leichtfertig verschrieben, da sie sonst eventuell den Unterricht stören oder einfach nur anstrengend sind. – Trotzdem ist ADHS real und keine Erfindung. In Hirnscans kann man sehen, dass das ADHS anders funktioniert als das „Normalhirn“. Man könnte also von einer Gehirndiversität (anstatt Krankheit) sprechen. Außerdem ist der Übergang von ADHS und Nicht-ADHS fließend. ADHSlern ist extrem schnell langweilig, was dazu führt, dass sie neugierig sind. Sie sind also ständig offen für neue Reiz und leicht ablenkbar. Thom Hartmann geht davon aus, dass diese Neugier in der Evolutionsgeschichte von Großem nutzen war. ADHSler haben die Menschen stark vorangebracht, haben aber in Großraumbüros große Probleme. ADHSler sind wichtig in Zeiten von großen Umbrüchen oder Kriegen. Sie behalten im Chaos den Überblick und sind Meister des Improvisierens. – Und noch was. ADHS – also Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom heißt nicht, dass man zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, sondern dass man seine Aufmerksamkeit nicht ausdauernd auf eine Sache richten kann.

Ich hätte ja extrem viel über meinen Chef zu berichten …

aber dann würde ich mir vielleicht noch eine Kündigung einhandeln. Und das wollen wir doch nicht.

Es ist verdammt schwer sich gegen psychopathische Chefs zu wehren, die sich jahrelang alle psychologischen und rhetorischen Kniffe für ihre Machterhaltung antrainiert haben.

Die gute Nachricht: Ich werde immer besser im analysieren menschlicher Bosheiten.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich nicht auch mal so einer werde. 😉

Wollen Sie mal Führungskraft werden? Hmmm, ja, aber ich führe lieber von unten. 🙂

Auf der Arbeit zählt nicht Leistung, sondern nur der Schein!

Vor ca. 2,5 Jahren habe ich so richtig mit dem Arbeiten angefangen. Auch früher habe ich schon gearbeitet. Doch dann habe ich ein Ingenieursstudium absolviert. Nun arbeite ich also auf einem ganz anderen Niveau. Anfangs war es sehr schwierig für mich in der Arbeitswelt klar zu kommen. Dabei lernte ich zu 95% technische Fertigkeiten. Doch nach ca. einem Jahr hat sich das Blatt komplett gewendet. Jetzt sind es nur noch 5% Technisches und zu 95% Kommunikation, Psychologie und Firmenpolitik. Es geht nicht darum der Firma etwas Gutes zu tun. Es geht darum, dass man selbst gut darsteht. Nur der Schein zählt. So ist es leider. Derjenige, der sich um die ganzen Kleinigkeiten kümmert, wird am Ende sogar bestraft. Es geht nicht darum, ein gutes Produkt zu entwickeln, sondern darum, alles daran zu setzen, dass der direkte Vorgesetze gut darsteht. Es geht nicht um Ideale, sondern ums Geld verdienen. Ich war anfangs äußerst intrinsisch motiviert. Doch nun mach ich nur noch Dienst nach Vorschrift. Sonst hätte ich mich kaputt gemacht. Es geht nicht darum ehrlich zu sein, sondern sich strategisch günstig zu verhalten. Damit ich mich vom kapitalistischen System nicht versklaven lasse, baue ich mir nun sogar immer mehr „Freiräume“ in den teilweise stressigen Arbeitsalltag ein. Denkt selbst über diese Freiräume nach! Brecht die Regeln. Lasst euch nicht verarschen. Und lasst euch nicht durch die Arbeit kaputt machen.

„Die weitaus meisten Menschen geben sich mit dem Schein zufrieden, als ob er die Wahrheit wäre, und sie lassen sich oft mehr von Dingen beeinflussen, die scheinen, als von denen, die sind.“ – Machiavelli

Zazen Tag 12 oder die Psychologie des inneren Schweinehundes

Heute bin ich wieder erkältet. Doch ich darf meine Serie zur Zen-Meditation nicht abbrechen. Mein Ziel ist weiterhin 100 Tag hintereinander zu sitzen. Und das Schwierigste ist jetzt nicht das Sitzen selbst, sondern das Aufraffen zum Sitzen. Ich liege mit teilweisem Schüttelfrost und Kopfschmerzen trotz Schmerztablette im Bett. Doch ich muss Zazen genau jetzt zum Ritual machen. Es ist schon interessant, dass sich irgendetwas in meinem Gehirn so dagegen wehrt? Kann mir jemand die Psychologie des inneren Schweinehundes erklären?

EDIT:

Das Problem ist sicherlich auch, dass ich die Vorteile des Zazen erst langfristig erfahren werde. Es braucht also viel Geduld. Eine leichte Änderung in meinem Verhalten spüre ich schon. Doch darüber schreibe ich erst nach Erreichen der 100 Zazen.

%d Bloggern gefällt das: