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Auf der Arbeit zählt nicht Leistung, sondern nur der Schein!

Vor ca. 2,5 Jahren habe ich so richtig mit dem Arbeiten angefangen. Auch früher habe ich schon gearbeitet. Doch dann habe ich ein Ingenieursstudium absolviert. Nun arbeite ich also auf einem ganz anderen Niveau. Anfangs war es sehr schwierig für mich in der Arbeitswelt klar zu kommen. Dabei lernte ich zu 95% technische Fertigkeiten. Doch nach ca. einem Jahr hat sich das Blatt komplett gewendet. Jetzt sind es nur noch 5% Technisches und zu 95% Kommunikation, Psychologie und Firmenpolitik. Es geht nicht darum der Firma etwas Gutes zu tun. Es geht darum, dass man selbst gut darsteht. Nur der Schein zählt. So ist es leider. Derjenige, der sich um die ganzen Kleinigkeiten kümmert, wird am Ende sogar bestraft. Es geht nicht darum, ein gutes Produkt zu entwickeln, sondern darum, alles daran zu setzen, dass der direkte Vorgesetze gut darsteht. Es geht nicht um Ideale, sondern ums Geld verdienen. Ich war anfangs äußerst intrinsisch motiviert. Doch nun mach ich nur noch Dienst nach Vorschrift. Sonst hätte ich mich kaputt gemacht. Es geht nicht darum ehrlich zu sein, sondern sich strategisch günstig zu verhalten. Damit ich mich vom kapitalistischen System nicht versklaven lasse, baue ich mir nun sogar immer mehr „Freiräume“ in den teilweise stressigen Arbeitsalltag ein. Denkt selbst über diese Freiräume nach! Brecht die Regeln. Lasst euch nicht verarschen. Und lasst euch nicht durch die Arbeit kaputt machen.

„Die weitaus meisten Menschen geben sich mit dem Schein zufrieden, als ob er die Wahrheit wäre, und sie lassen sich oft mehr von Dingen beeinflussen, die scheinen, als von denen, die sind.“ – Machiavelli

Eine geniale Lernsoftware namens Anki

Wie heißt das beste Vokabel-Lernprogramm des Universums? Genau – ANKI!

Anki ist im Prinzip nichts anderes als ein Vokabel-Lernprogramm. Durch einen intelligenten Algorithmus (Spaced repetition), wird die Wiederholdauer einer Karte stetig vergrößert. Immer wenn das Gehirn den Fakt vergessen möchte, taucht also die Karte auf. Je größer die Zeitabstände, desto weniger Karten werden es dann mit der Zeit.

Ich nutze Anki seit ca. 8 Jahren fast täglich und spreche nun fließend Japanisch (2300 gelernte Kanji). Da nun die Anzahl der zu wiederholenden Karten immer kleiner wird, habe ich zusätzlich noch angefangen Französisch zu lernen. Und ich habe das Gefühl mühelos zu lernen, da ich täglich nur eine Karte hinzufüge. Nach ein paar Jahren, werde ich also auch Französisch verstehen.

Weitere Kategorien sind Allgemeinwissen und „Engineering facts“ (brauche ich für die Arbeit). Wenn ich Zeitungen lese, dann lege ich die Essenz der Artikel als Karte ab. Das wirklich Schöne ist, dass man ruckzuck Bilder, Sound und sogar Latex-Formeln eingeben kann. Durch Erweiterungen (Plug-ins) ist es möglich Anki zu erweitern und sich z.B. die französischen Wörter (mit ihrer schwierigen Aussprache) vorlesen zu lassen.

Ich habe nun schon über 15.000 Karten selbst erstellt. Doch man kann sich auch Kartenstapel von anderen im Internet runterladen. Der Erstellungsprozess der Karte hilft wohl auch eine ganze Menge, den Fakt in den Neuronen zu verankern.

Und das Beste an Anki? Es ist kostenlos!

Hier könnt ihr Anki runterladen: http://ankisrs.net/

Über Kommentare würde ich mich sehr freuen!
Steffen

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