Auf der Arbeit zählt nicht Leistung, sondern nur der Schein!

Vor ca. 2,5 Jahren habe ich so richtig mit dem Arbeiten angefangen. Auch früher habe ich schon gearbeitet. Doch dann habe ich ein Ingenieursstudium absolviert. Nun arbeite ich also auf einem ganz anderen Niveau. Anfangs war es sehr schwierig für mich in der Arbeitswelt klar zu kommen. Dabei lernte ich zu 95% technische Fertigkeiten. Doch nach ca. einem Jahr hat sich das Blatt komplett gewendet. Jetzt sind es nur noch 5% Technisches und zu 95% Kommunikation, Psychologie und Firmenpolitik. Es geht nicht darum der Firma etwas Gutes zu tun. Es geht darum, dass man selbst gut darsteht. Nur der Schein zählt. So ist es leider. Derjenige, der sich um die ganzen Kleinigkeiten kümmert, wird am Ende sogar bestraft. Es geht nicht darum, ein gutes Produkt zu entwickeln, sondern darum, alles daran zu setzen, dass der direkte Vorgesetze gut darsteht. Es geht nicht um Ideale, sondern ums Geld verdienen. Ich war anfangs äußerst intrinsisch motiviert. Doch nun mach ich nur noch Dienst nach Vorschrift. Sonst hätte ich mich kaputt gemacht. Es geht nicht darum ehrlich zu sein, sondern sich strategisch günstig zu verhalten. Damit ich mich vom kapitalistischen System nicht versklaven lasse, baue ich mir nun sogar immer mehr „Freiräume“ in den teilweise stressigen Arbeitsalltag ein. Denkt selbst über diese Freiräume nach! Brecht die Regeln. Lasst euch nicht verarschen. Und lasst euch nicht durch die Arbeit kaputt machen.

„Die weitaus meisten Menschen geben sich mit dem Schein zufrieden, als ob er die Wahrheit wäre, und sie lassen sich oft mehr von Dingen beeinflussen, die scheinen, als von denen, die sind.“ – Machiavelli

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About steffensteffensteffen

Ich bin Zen-Buddhist und habe hunderte Hobbies. :) https://nebelnurnebel.wordpress.com/

8 responses to “Auf der Arbeit zählt nicht Leistung, sondern nur der Schein!”

  1. Arabella says :

    Ich teile deine Meinung voll und ganz.

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  2. pgeofrey says :

    „Ein Zustand der täglich neuen Verdruss bereitet, ist nicht der rechte.“
    J. W. v. Goethe

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    • steffensteffensteffen says :

      Aber irgendwie muss ich ja an mein Geld kommen. Es sind zum Glück nur 19% meiner Lebenszeit die ich auf der Arbeit verbringe. Oder kannst du mir ein bisschen was überweisen?

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      • pgeofrey says :

        Ne 😉 Ich verdiene nur 19 % von dem was ich gerne verdienen würde…

        Aber es gibt die Stellen, an denen man zufriedenstellend arbeiten kann und sein Sein einbringen. Man muss nur suchen und wechseln und suchen. Wenn man sie gefunden hat, ist´s auch meist nur auf Zeit. Aber ein Leben im Leerlauf, wenn man das erkannt hat, was Du erkannt hast und eigentlich Sein will, das ist Verschwendung!

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      • steffensteffensteffen says :

        Es ist Verschwendung, ja leider. Mal sehen, vielleicht mache ich mit 40 Jahren noch ein Studium um meinem „Traumberuf“ näher zu kommen. Ich möchte den Menschen helfen. Und das kann ich als Ingenieur nicht. (Ingenieure ohne Grenzen mal außen vor gelassen)

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      • pgeofrey says :

        Also – ich hab´s jetzt natürlich auch leichter gemacht, als es ist.
        Ich kenne dieses Gefühl zu stagnieren, aber ich bin froh, dass ich immer wieder weiter gesucht habe.
        In technischen Berufen ist die direkt positve Wirkung schwerer zu sehen und zu finden. Ich habe es da, im medizinischen Sektor, etwas leichter. Obwohl der auch industrialisiert wird. Aber sicher sagen kann ich Dir: es gibt diese anderen Arbeitgeber und es gibt diese anderen Teams und die sind froh um die, die das andere suchen.

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      • steffensteffensteffen says :

        Damals wurde ich für ein Kunststudium abgelehnt. Das war eine ganz andere Richtung. Jetzt habe ich Medizinphysik studiert. Und nun entdecke ich meine soziale Ader. – Ich weiß gar nicht, ob man es als stagnieren bezeichnen kann. Ich lerne halt immer mehr, wie so eine Firma und die Menschen in ihr funktionieren. Und neben der Arbeit da habe ich ein exponentielles Wachstum. 🙂

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