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Panikattacke im Stau

Meine Angsterkrankung klingt über die Jahre immer weiter ab. Es gibt nur noch wenige Momente in der sich die unkontrollierbare Angst zurückmeldet. In Vorstellungsgesprächen, Meetings und im Stau. Also immer in Situationen, in denen man unter Beobachtung und Anspannung steht, oder auch Situationen aus denen man nicht einfach fliehen kann. Ich denke, dass man das unter dem Stichwort Agoraphobie zusammenfassen kann. Auch als Platzangst bekannt. Bisher dachte ich nicht, dass ich Platzangst hätte, da ich ja keine Angst vor engen Räumen wie z.B. Fahrstühlen hatte. Aber mit diesem Platz ist wohl auch der soziale Kontext gemeint. Also der Platz in einer sozialen Beziehung, der nicht so einfach verlassen werden kann.

Ich habe das gut helfende Medikament Venlafaxin vor Monaten langsam abgesetzt. Da heißt, dass die Panikattacken dadurch auch wieder häufiger auftreten, als mit der Medikamenteneinnahme.

Gestern hatte ich auf der Arbeit viel zu tun. Ich hatte viel Stress und habe auch eine Überstunde gemacht. Als ich dann im Stau stand, fingen meine Oberschenkel an zu zittern. Das ist ein Zeichen von zu viel Adrenalin. Mein Körper bereitet sich auf Angriff oder Flucht vor. Ich war ca. 25 Minuten im Stau eingesperrt und hatte dann noch einen weiteren Fahrweg von 60 Minuten. Nach ca. 30 Minuten war das Zittern weg. Früher hätte ich deshalb einen Arzt gerufen. Aber ich weiß mir nun zu helfen. Ich muss mir klar machen, dass nichts Schlimmes passieren wird. Ich versuche mich zu entspannen. Ich fahre mit relativ viel Abstand auf der rechten Spur, und das möglichst entspannt. Ein kurzer Anruf mit meiner Frau beruhigt mich zusätzlich.

Wichtig ist, dass man die Angst nicht abwehrt, sondern sie als einen Besucher willkommen heißt. Die Angst ist kein Feind, sondern ein Lehrmeister. Die Angst schützt dein Leben, auch wenn du es nicht glaubst.

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Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz

Die Welt befindet sich in einem starken Umbruch. Natürlich ist die Welt immer im Wandel, aber KI wird einen eben so großen Wandel herbeiführen wie es schon mit dem Internet geschehen ist. Immer mehr Firmen ersetzen Arbeitsplätze durch Roboter. Die Mehrheit der Menschen hat Angst vor diesem Trend. Ich sehe jedoch auf viel Positives. Ich sehe vor allem die Möglichkeiten. Es werden viele neue Jobs entstehen. Im Endeffekt werden die immer komplexeren Systeme durch die KI besser verstanden werden und die Fehleranfälligkeit reduziert bzw. die Qualität erhöht. Eventuell wird es schon in ein paar Jahren keine Staus mehr geben. Die Servicemöglichkeiten von Firmen werden stark erhöht und die Kunden zufriedener. Maschinen können durch KI-Optimierung ressourcenschonender arbeiten. In einer komplexen Welt die voll von Problemen ist, kann KI der Schlüssel zur Lösung einer Vielzahl von Problemen sein, welche bisher unlösbar schienen.

Die Angst vor dem Auswandern

Ein Freund fragte mich mal warum sich viele Leute nicht dazu überwinden können auszuwandern, obwohl sie es sich wünschen und sogar darüber sprechen. Ich finde, dass Coelho mit dem folgenden Zitat eine gute Antwort darauf gibt.

„Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.“
– Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

EDIT:

Hier ist noch ein Link von Freunden die auf die Kanarischen Inseln ausgewandert sind und das völlig angstfrei. 🙂 Sehr interessant!

http://aufnachelhierro.wordpress.com

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