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Über die Berufswahl bei Scanner-Persönlichkeiten, Vielbegabten und Generalisten

Ich interessiere mich für alles. Und könnte mich nie auf nur eine Sache festlegen. Auch beruflich nicht. Menschen die dieses Phänomen zeigen, nennt man Scanner-Persönlichkeit, Generalisten, Vielbegabte oder damals auch Universalgelehrte. Ich bin nun fast 40 und habe schon viele Sachen gemacht. Schlosserausbildung, Gastronomie in Japan, Ingenieursstudium, Software-Entwicklung und zuletzt als Hobby die Ölmalerei. Doch weiß ich immer noch nicht was ich mal werden soll. Und so langsam wird mir klar, dass ich das wohl nie wissen werde. Ich bin ein ewig Suchender. Mir reicht es 80% eines Feldes zu sehen und dann zum nächsten zu gehen. Weil ich schon so viel kenne, lerne ich immer schneller mich in neue Gebiete einzuarbeiten. Und irdendwie ist ja auch alles verbunden und deshalb ähnlich. Geschätzt bin ich bei der Einarbeitung in neue Felder um den Faktor 5 schneller als „Normale“. Aber das glaubt ja kein Personaler. Personaler gehen halt immer von der Norm aus. Innovative hochbegabte Außenseiter meiden sie lieber.

Diese eher nicht normale Eigenschaft der Vielbegabung ist heutezutage jedoch problematisch, da es in der Arbeitswelt zu 99% Spezialisten braucht. Sebastian Thalhammer, der sich seit längerer Zeit mit dem Thema auseinandersetzt, meint, dass es nicht notwenidg sei, sich auf eine Sache zu beschränken. Doch wie soll man dann sein Geld verdienen? Er sagt, dass man einfach machen und mal schauen soll, wie sich alles entwickelt. Er selbst ist „Certified High Performance Coach™“. Und ich frage mich ob wir jetzt alle „Certified High Performance Coaches™“ werden sollen? Denn welcher Beruf deckt ein breites und zusätzlich auch abwechslungsreiches Wissensgebiet ab?

Unternehmer, Journalist, Autor? Das sind gerade die einzigen die mir einfallen. Kennt ihr mehr?

Es ist auch eine sehr gute Möglichkeit sich im Hobby voll auszuleben. Wenn man es sich leisten kann, kürzt man die Arbeitszeit dann noch auf 80%. Das macht den Broterwerb-Job dann auch gleich erträglicher. Und wenn alles gut läuft, kann man mit den im Hobby erzielten Fähigkeiten, Kenntnisse und Produkten dann langfristig auch Geld verdienen.

(Gute Kommentare möchte ich in diesen Text einarbeiten.)

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Berufung Programmierer

Ich möchte Programmierer werden.

Im Prinzip bin ich schon seit ca. zwanzig Jahren Hobby-Programmierer. Ich habe mich in etlichen Programmiersprachen umgesehen und bin bei Python und C# hängengeblieben. Mal gibt es Phasen wo das Programmieren monatelang ruht, aber dann ist mein Interesse wieder voll da und ich hacke in die Tasten und löse selbstgestellte Probleme.

Ich arbeite momentan als Entwicklungsingenieur und habe auch schon wieder einige Bewerbungen als Ingenieur rausgeschickt. Doch gerade jetzt sagt mir meine innere Stimme, dass ich Programmierer werden will.

Interessant ist, dass sich diese innere Stimme / Stimme des Herzens / Intuition / Bauchgefühl sonst fast nie meldet. Doch jetzt wo eine sehr wichtige Entscheidung getroffen werden muss, sagt es in mir nein. Ich war beim Vorstellungsgespräch. Äußerlich alles gut. Gehalt, Aufgabengebiet, Herausforderungen. Aber innerlich sagt jemand nein. Faszinierend ist, dass ich diese Entscheidung nicht rational begründen kann. Aber gerade das macht die Intuition ja aus.

Jetzt muss ich der Intuition nur noch nachgeben und mich noch mehr dem Programmieren widmen. Ich muss es voll leben.

In den nächsten Monaten werde ich eine Programmierstelle bekommen. Daran glaube ich jetzt. Auch wenn ich sonst nie glaube. 🙂

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