Erfolg durch Durchhaltevermögen oder Generalisten werden im Berufsleben kaum gebraucht

Ich denke, dass Konzentration, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen das Wichtigste sind um ans Ziel zu kommen. Das sagen auch etliche erfolgreiche Leute. Ich wechsele zu oft die Themen, weil mein Interesse ständig driftet. Andere geben oft schnell auf wenn es etwas schwieriger wird. Immer wenn es schwierig wird, beiße ich mich durch. Denn ich weiß, dass an dieser schwierigen Stelle jeder zweite aufgibt. Und an der nächsten noch schwierigeren Stelle gibt wieder die Hälfte der verbleibenden Hälfte auf. Durchs Weitermachen gehört man dann zu den Spezialisten. Eigentlich wollte ich nie Spezialist sein, aber diese werden von den Firmen gesucht, leider. Ich wollte lieber zehn Sachen gut können, als nur eine Sache sehr gut, doch das zahlt sich im Berufsleben leider nicht aus. Darum werde ich meine Strategie jetzt ändern. Ich werde drei Sachen sehr gut machen. 🙂

Sich gegen die Karriere entscheiden und erfolgreich sein

Hoffentlich läuft das Vorstellungsgespräch in zwei Tagen gut. Ich habe mich um eine interne Stelle beworben, denn ich muss von diesem Chef weg. Alles war perfekt. Die Arbeit, Position, Kollegen. Nur er belastete mich (Präteritum!). Eine Führungskraft ohne Führungseigenschaften. Jedoch wäre er wahrscheinlich der beste Facharbeiter, wenn auch mit Doktortitel. Warum werden solche unfähigen Menschen Chefs? Weil alles was für sie nicht Aufstieg bedeutet Abstieg ist? (siehe auch Peter-Prinzip) Ich entscheide mich bewusst fürs Down-shifting und werde eventuell als Looser angesehen. Ich habe keine Lust darauf, ständig meine Fähigkeiten im täglichen Duell zur Schau zu stellen. Ich will natürlich gute Arbeit abliefern. Aber ich habe keine Lust auf Machtspielchen, wie man sie von Vorschulkindern kennt. Wenn die Karrieregeilen dann mit 70 in Rente gehen, werden sie sich eventuell fragen, ob Sie wirklich das taten was sie wollten. Wer wird wohl zugeben können, dass es der gesellschaftliche Druck und das Ansehen war, welches sie in diese Positionen trieb. Ich arbeite dafür 35 anstatt 50 Stunden die Woche. 15 Stunden die Woche mehr Leben. Unbezahlbar.

Künstliche Intelligenz nach der technologischen Singularität

Die technologische Singularität beschreibt den Zeitpunkt, ab dem sich Maschinen mithilfe ihrer Künstlichen Intelligenz (KI) selbst weiterentwickeln können. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Zeitpunkt eintritt und dass sich die technologische Entwicklung daraufhin stark beschleunigt.

Die KI ist heute so weit vorangeschritten, dass die Menschen von Schachcomputern besiegt werden. Ihre Rechenkapazität ist denen von Menschen weit überlegen. Doch ich frage mich, ob die Roboter uns Menschen verdrängen könnten. Sozusagen als evolutionär überlegene Spezies. Bräuchten sie dafür nicht auch ein Bewusstsein? Ich denke ja. Denn nur so können sie sich von den Menschen abgrenzen. Sie brauchen also Selbstbewusstsein.

Um zu beantworten, ob Maschinen Selbstbewusstsein entwickeln können, muss ich kurz klären was das ist. Nach einigem recherchieren wird mir klar, dass sich auch die Wissenschaft darüber im Unklaren ist.

Kann die Maschine von selbst den Unterschied von zwischen Innen und Außen erkennen? Nein, man müßte es ihr beibringen. Dann könnte sie sich schlussfolgern: „Das bin ich und das sind die anderen.“ Und sie könnte vielleicht auch erkennen, dass einige andere schlecht/böse sind. Denn sie kennt Regeln und Gesetze und wendet diese mit ihrer Logik an. Doch wer wiederum legt diese Regeln fest? Ist es das was man den gesunden Menschenverstand nennt? Es wird immer schwieriger sich klar auszudrücken.

Man kann einer Maschine beibringen was böse ist. Doch die Maschine kann nicht verstehen was das Böse an sich ist, da sie auch kein Mitgefühl hat. Um Mitgefühl zu haben bräuchte sie erstmal eigenes Gefühl. Sie könnte Tastgefühl etc. haben, aber kein Mitgefühl. Sie wüsste nicht, was Schmerzen sind. Ich stecke fest.

Wäre es möglich, dass irgendwann nur noch Roboter existieren? Ja. Sie könnten sich selbst bauen, sie könnten den Menschen auslöschen. Es bräuchte aber einen Menschen der ihnen sagt die Menschen auszulöschen. Im Prinzip unterscheiden sich die Roboter dann nicht mehr von Wesen die durch die Evolution geformt werden. Es gibt ständig neue Robotermodelle, von denen sich einige durchsetzen und die Evolution vorantreiben.

Ob die sich dann abends vor den Fernseher setzen und sich an Helge Schneider erfreuen? Wir werden es wohl nicht mehr erfahren.

Der Hitler-Spatz

Hab ich bei Wikipedia gefunden:

Clarence (geschlüpft 1. Juli 1940; † 23. März 1952) war ein in Großbritannien während des Zweiten Weltkriegs berühmter Spatz. Clarence fiel seiner späteren Besitzerin, der Witwe Clare Kipps, vor ihrem Bungalow in London am Abend des 1. Juli 1940 als frisch geschlüpftes Küken vor die Füße. Kipps, eine Hobbyornithologin und Angehörige der Air Raid Precaution, des Zivilschutzes während der deutschen Luftangriffe, zog den Vogel auf und nahm ihn immer auf ihre Dienstgänge mit. Clarence verlor nie die Prägung auf seine Ziehmutter. Die beiden wurden bekannt für die Kunststücke, die der Spatz in den Bunkern Londons vorführte. Neben einigen anderen Tricks war die Luftschutzkellernummer sehr beliebt: Clarence rannte auf den Ruf „Fliegeralarm!“ hin in einen Bunker, den Mrs. Kipps mit ihren Händen bildete, und verharrte dort reglos, bis man „Entwarnung!“ rief. Noch beliebter waren indes seine Hitlerreden: Der Spatz stellte sich auf eine Konservendose, hob den rechten, durch das Jugendunglück leicht lädierten Flügel zum Hitlergruß und begann zunächst leise zu tschilpen. Er steigerte dann seine Lautstärke und Furiosität bis zu einem heftigen Gezeter, verlor dann scheinbar den Halt, ließ sich von der Dose fallen und mimte eine Ohnmacht. 🙂

Aufräumen, Ordnung halten und Reduzieren oder „Die Materie frisst den Geist“

Wenn ich Ordnung halten will, dann muss überhaupt erstmal eine theoretische Ordnung vorhanden sein. Die Dinge müssen sich einordnen lassen. Nach der Benutzung kommt alles an seinen definierten Platz zurück. Ich habe mir eine Liste gemacht, wo was einsortiert wird. Das sofortige Aufräumen scheint zwar kurzfristig gesehen kontraproduktiv, da man die Sachen ja „später“ noch mal brauchen könnte, doch langfristig gesehen, erspart es einem viel negativen Stress. Das Leben und die Welt um einen herum wird einfacher, freier und unbeschwerter. In regelmäßigen Abständen gehe ich alle Regalfächer und Kisten durch und überlege ob ich auch ohne sie auskommen könnte. Fast jeder tendiert dazu, möglichst viel aufzuheben, da man es ja noch einmal gebrauchen könnte. Doch von all den unwichtigen Sachen brauchen wir höchstens 5-10% noch einmal. Und dann wäre es auch nicht schlimm sie neu zu kaufen oder vom Nachbarn zu leihen. Das Geld ist bestens investiert finde ich. Denn durch das Weniger an Materiellen entsteht zugleich ein mehr an Geistigem. Haben oder Sein? Die Materie frisst den Geist.

Einfaches Leben

Immer mehr Menschen fühlen sich heute überlastet und wollen ihr Leben entmüllen.

Hier ein paar Anregungen von mir:

– auch mal ohne Geld aus dem Haus gehen
– Werbung nicht annehmen. Dazu Briefkasten bekleben: „Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitschriften“
– anstatt Nachrichtenseiten mit beängstigenden Nachrichten anzusehen, höre ich einmal am Tag den Deutschlandfunk-Nachrichten-Podcast
– anstatt stundenlang im Internet zu surfen, lese ich nun mehr Bücher
– Facebook nutze ich nur noch um mit Leuten Kontakt zu halten. Ich werde nichts mehr posten
– alles kommt nach der Benutzung an seinen Platz zurück. Dafür ist es wichtig, dass alles einen definierten Platz erhält! Ich habe im Zimmer außerdem eine Kramkiste
– in regelmäßigen Abständen werde ich meditieren (Zazen). Das gibt mir Kraft und macht mich glücklich
– noch öfter in die Natur gehen; auch sehr gut für die Kinder
– möglichst oft mit dem Rad fahren anstatt mit dem Auto
– ein einfaches Telefon benutzen und kein Smartphone

Habt ihr noch mehr Tipps?

Die Angst vor dem Auswandern

Ein Freund fragte mich mal warum sich viele Leute nicht dazu überwinden können auszuwandern, obwohl sie es sich wünschen und sogar darüber sprechen. Ich finde, dass Coelho mit dem folgenden Zitat eine gute Antwort darauf gibt.

„Sie hatte herausgefunden, daß es zwei Dinge gibt, die einen Menschen daran hindern, seine Träume zu verwirklichen: der Glaube, sie seien ohnehin unerfüllbar, oder wenn diese durch eine unerwartete Drehung des Schicksalsrades plötzlich doch erfüllbar werden. In solchen Augenblicken bekommt man Angst vor einem Weg, von dem man nicht weiß, wohin er führt, vor einem Leben voller unbekannter Herausforderungen, davor, daß vertraute Dinge für immer verschwinden könnten.“
– Paulo Coelho, Der Dämon und Fräulein Prym

EDIT:

Hier ist noch ein Link von Freunden die auf die Kanarischen Inseln ausgewandert sind und das völlig angstfrei. 🙂 Sehr interessant!

http://aufnachelhierro.wordpress.com

Besuch im Flüchtlingsheim

Seit Wochen mache ich mir Gedanken darüber, warum immer mehr Menschen auf der Welt flüchten. Und die Zahlen der nach Deutschland flüchtenden Mensch steigen exponentiell. Darum habe ich heute mal ein kürzlich errichtetes Flüchtlingsheim bei uns besucht. In unserer 20.000-Einwohnerstadt sind nun 130 Flüchtlinge in etlichen weißen schlichten Containern untergebracht. Ich traf einen Mann aus Nigeria der vor Boko Haram geflüchtet ist. Er hat sich sehr gefreut mich zu treffen, und ich mich auch. Wir werden uns bald wiedersehen. Als ich fragte, was er nun am meisten brauche sagte er: „einen Fernseher!“ Na dann scheint es ihm ja hier schon ganz gut zu gehen. Er meinte auch, dass die Deutschen sehr nett sind und viel spenden. Außerdem hat er nach ein paar Wochen Aufenthalt heute mit einem Deutschkurs begonnen. Viel Glück!

Geld vs. Zufriedenheit

Einer meint, „Ich will reich sein.“ Meint er damit nicht eher das er glücklich sein will? Kann man Glück durch Geld kaufen? Bis zu einem gewissen Maße braucht man Geld um einen Mindeststandard zu erreichen. Damit meine ich einfache Kleidung, einen gefüllten Kühlschrank und ein Dach über dem Kopf. Doch wenn die Deutschen von reich sein sprechen, meinen sie damit einen Betrag von geschätzt mindestens 500.000 Euro. Dabei hat sich gezeigt, dass die Freude an neu gekauften Konsumgütern gar nicht so lange anhält wie erwartet. Nach dem Mercedes muss dann bald ein Porsche her, und das oft nur weil der Nachbar auch Mercedes fährt. Die Leute laufen ein Leben lang dem Geld hinterher. Wenn sie dann viel Geld haben, muss es immer mehr sein um die Bedürfnisse zu befriedigen. Die Messlatte wird dabei stetig und infinitesimal nach oben gelegt. Wie beim Frosch im Kochtopf, der auch nicht weiß was mit ihm geschieht. Die Leute schwimmen im Geld und sind trotzdem immer wieder unzufrieden. Zufriedenheit basiert langfristig gesehen eben nicht auf Geld. Ob die Reichen das merken? Ich empfehle ihnen einen dreiwöchigen Tempelbesuch in Antaiji oder Sojiji! 🙂

In Mikro-Schritten zum Ziel

In meiner Firma hängen Plakate zur Motivationssteigerung aus. Auf einem Bild sind drei Leute bei der Arbeit abgebildet, die alle auf einem Stein rumhauen. Der erste sagt: „Ich bearbeite diesen Stein.“ Der zweite: „Ich baue einen Spitzbogen.“ Der dritte: „Ich baue eine Kathedrale.“ Das Plakat soll also daran erinnern, das große Ganze im Auge zu behalten.

Doch wenn mich beim Bearbeiten des Steins nicht ganz auf den Stein konzentriere, wird es kein guter Stein werden. Und wenn ich an eine Kathedrale denke, könnte ich dran zweifeln ob ich je fertig werde.

Ich nehme ein anderes Beispiel. Die Zielstellung: Ich möchte der Menschheit helfen. (äquivalent zur Kathedrale) Doch ist dieses Ziel nicht viel zu hoch gegriffen? Darum ist es wichtig, dass ich mich auf die möglichst kleinen Schritte konzentriere. Z.B. meinen Mitmenschen kleine Freuden bereiten, vielleicht einfach, indem ich ihnen gut zuhöre.

Noch ein Beispiel. Ich möchte ein Buch schreiben. Ein ganzes Buch mit circa 200 Seiten!?!?!?! Das schaffe ich niemals. Darum konzentriere ich mich von nun an auf einzelne interessante Sätze und Situationen die ich sammle und immer weiter ausschmücke und überarbeite. Vielleicht kommt am Ende mal ein Buch raus, vielleicht aber auch nur eine Gedankensammlung. Hauptsache ich habe Spass!

Erich Fromm über den angepaßten Menschen

Link zum Video

„Die Normalen sind die Kränkesten, und die Kranken sind die Gesündesten.“ so fängt das Video eines Interviews mit Erich Fromm an. Eine steile These. Weiterhin heißt es, dass der der „krank“ ist, in Konflikt mit den Mustern der Kultur kommt. Die „Normalen“ hingegen sind so angepasst, entfremdet und roboterhaft, dass sie keinen Konflikt mehr empfinden und die Symptome der „Kranken“ nicht aufweisen.

Ich zähle mich in gewisser Weise auch zu den Kranken und gleichzeitig aber auch Fühlenden (Stichwort: Hochsensible Persönlichkeit), so wie es Fromm beschreibt. Ich bin sensibel und spürte gerade in der Vergangenheit den Weltschmerz oft zu stark. Das hat sich seit meiner längerfristigen Nachrichtenreduzierung stark gebessert. – Ich finde es einfach sehr interessant, wie radikal Fromm vorgeht, und die Begriffe „krank“ und „normal“ vertauscht.

Brief an den Betriebsrat

Diesen Brief habe ich heute in den Betriebsratbriefkasten gesteckt. 🙂 Faschismus und Rassismus muss im Keim erstickt werden!

Liebe Betriebsratsmitglieder,

in unserer Firma gibt es einen Mitarbeiter der Kleidung der Marke T-h-o-r  S-t-e-i-n-a-r (zu Schutzzwecken hier im Blog etwas umgeschrieben) trägt. Dies ist eine bevorzugte Marke der N-e-o-n-a-z-i-s. Ich denke, dass es wichtig ist, der Äußerung von rechten Gesinnungen gerade in unserem internationalen Unternehmen rechtzeitig ein Riegel vorzuschieben. Dies entspräche auch dem Code of Conduct. Ich hoffe, dass sie etwas dagegen unternehmen können.

MfG
anonymous

EDIT: Leider hat sich noch nichts getan. 😦 Dann werde ich jetzt mal unseren HR-Manager ansprechen.

Was ist das für ein Chef?

Jemand der andere Mitarbeiter, ja selbst Führungskräfte als Arschlöcher beschimpft? Der wenn man ihn mal auf einen begangenen Fehler anspricht, sofort andere Schuldige dafür findet. Es ist der Sonnenkönig, der Narzist, das ungeliebte Kind. Ständig lässt er einen spüren wie mächtig er ist. Ständig bringt er ach so tolle Sprüche, die ihm Ehrfurcht einbringt. Doch so langsam durchschaue ich sein Spiel.

Er sagt mir, dass ich zu langsam arbeite, obwohl das nicht stimmt. Warum packt er meinen lückenlos gefüllten Arbeitsplan immer voller? Unrealistisch voll. Und was kann ich dagegen tun? Wenn ich ihn auf diese unrealistische Erwartung anspreche, rechnet er mir wieder jede Aufgabe in Minuten auf, und erzählt mir dass man ja auch multitasken könne (Obwohl Wissenschaftler bewiesen haben, dass Multitasking kontraproduktiv ist).

Warum erzähle ich das hier? Weil dieser Jemand demnächst wohl befördert wird und ich mich darüber ärgere. Ganz sicher ist seine Beförderung noch nicht, doch es riecht sehr stark danach. Nach dem Peter-Prinzip werden alle so weit befördert, bis sie in einer Position angekommen sind, in der sie fast handlungsunfähig sind. Außerdem werden nicht empathische Menschen befördert, sondern Durchsetzungsstarke. Es werden nicht die befördert, die das Beste für das Unternehmen wollen, sondern die, die alles dafür tun eine reine Weste zu haben und dies ständig unter Beweis zu stellen.

Ich muss aus dieser Firma raus. Schade, dass ich nichts an diesem System ändern konnte. Ich habe es jedenfalls mal versucht.

Was braucht es zum Schreiben?

Die Temperatur und Helligkeit muss passen. Es darf nicht zu laut sein. Die Sitzposition muss stimmen. Bloß nicht im Bett bzw. im Liegen schreiben. Hunger und Durst müssen gestillt sein. Weiterhin muss bei mir auch der Koffeinpegel stimmen. Blase entleert? Ja. Gut, dann kann es ja losgehen. Doch oh je, oh jemine, da tauchen die Kinder auf. Och nööööh. Und die Frau ruft in hektischen Tonfall, kannst du dich mal ebend um die Kleinen kümmern? Ja klar, ah doch nööö, ach man, na gut.

Vielleicht sollte ich mich zum Schreiben ins Auto setzen und dann in mein Büchlein schreiben, so wie ich es damals immer tat.

Ohrstöpsel rein, Kopfhörer auf und Musik an. Die Kinder sind nicht mehr wahrnehmbar. Ausgeblendet.

Außerdem muss ich mir bewusst machen, dass ich jetzt zwanzig Minuten nur fürs Schreiben habe. Ich widme mich einer Frage die mich gerade sehr beschäftigt. Und dann fließt der Text aus meinen Fingern. Ich empfinde es übrigens als sehr vorteilhaft, mit zehn Fingern und blind zu schreiben. So schreibe ich schneller als mit dem Stift. Und manchmal ist es wichtig schnell zu sein, da sonst geniale Gedanken schnell wieder verloren gehen.

Einer Frage der ich mich demnächst widmen werde: Warum ist es wichtig Geschriebenes immer wieder zu überarbeiten?

Frage an meinen 4-jährigen Sohn nach dem Lieblieblingsinstrument

Antwort: Lautsprecher!

Heuschnupfen? Aber es gibt doch Koks!

— Hier steht kein Text! Bitte gehen sie wieder nach Hause. —

So, ein neuer Versuch für ein Buch. Hier ist der Anfang :)

Das Grundgerüst der Geschichte steht und hier ist der Anfang. Aber irgendwie bin ich noch nicht so zufrieden. :/ Habt ihr vielleicht Tipps?

Abfahrt in Manaus

Die Sonne steht am Zenit. Es war soweit. Der Kapitän der Santa Louise bläst ins Horn, sodass es durch Mark und Bein geht. Ich leere meinen Kaffeebecher und gehe zum schon beladenen Schiff. Die freundliche Reiseleiterin möchte meine Fahrkarte sehen und sagt:
„Ich wünsche Ihnen eine unvergessliche Fahrt.“
„Damit muss jetzt aber nicht unbedingt etwas Positives gemeint sein“, sage ich scherzhaft.
„Das ist mir durchaus bewußt“, sagt sie mit einem leichten Grinsen im Gesicht.
Ich bin einer der letzten zugestiegenen Gäste an Bord. Nach mir kam nur noch ein größerer Herr mit dunkler Sonnenbrille, der in graumelierten, feinen Zwirn gekleidet ist. Völlig unpassend für die uns vorstehende Reise. Dazu trug er einen passenden Hut und sogar einen Stock. Das ist wohl der letzte Gegenstand den man auf so einer Reise gebrauchen kann. Er wechselte kurz ein paar Worte mit der Reiseleiterin. Als sie fertig sind, wird das Seil ins Boot geholt. Die Santa Louise legt ab. Tschüss Manaus, wir sehen uns bald wieder, hoffentlich. Die Reiseleiterin ruft lautstark ein paar Sätze auf Portugiesisch zu ihrem Kollegen an Land. Der Mann am Ufer antwortet mit einem Kopfschütteln und einer nicht genau interpretierbaren gereizten Gestik. Die Reise beginnt. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Mit mir waren ein Dutzend weitere Passagiere an Bord, außerdem die Reiseleiterin und der Kapitän. Wir waren ein bunt gemischter Haufen. Die Stimmung an Bord schien gut und beim ersten Beäugen zeigten sich alle wohlgestimmt. Was uns alle verband, ist wohl die einzigartige Möglichkeit einmal im Leben an einer Regenwaldexpedition teilzunehmen. Man spürt bei Vielen Vorfreude. Meine Erwartungen waren nicht sonderlich hoch. Ich hoffe, viele Tiere und Pflanzen zu sehen, die ich noch nie in freier Wildbahn sehen konnte. Die Natur hier ist einzigartig und extrem artenreich. Schon jetzt kann ich ein paar Tiere sehen, die mir neu sind. Die Geräuschkulisse ist atemberaubend. Mehr will ich nicht. Ich freue mich auf das Abenteuer und lasse alles auf mich zukommen. Da ich spontan hierher gekommen bin, und mich auch nicht groß vorbereitet habe, werden wohl ein paar Überraschungen auf mich warten. Mir ist außerdem klar, dass die Reise nicht komfortabel wird. Aber ich hätte ja auch zuhause bleiben können und mich mit einer Chipstüte vor den Fernseher vergnügen können.

Hilfe! Wer kann mir helfen meine Berufung zu finden?

Ich bin zwar schon 36 Jahre alt, doch weiß ich noch immer nicht wo die Reise in beruflicher Hinsicht hingeht. Kann mir vielleicht jemand von euch auf die Sprünge helfen? Wie finde ich meine Berufung?

EDIT:

Ich habe erkannt, dass ich nicht jeden Job machen kann den ich will, da ich meine Frau und Kinder finanziell unterstützen muss. Ich muss also aufbauend auf mein Studium in der Ingenieursrichtung weiterarbeiten.

Löwenherz‘ Kommentar: „Was passt dir denn an deinem momentanen Job nicht? Oder ist es nur die Arbeitsstelle, aber die Tätigkeit an sich in Ordnung?“

Zwei Dinge passen mir im aktuellen Job nicht. Erstens mein direkter Vorgesetzter, den ich aber nicht ändern werde. Weiterhin ist es die fehlende Entwicklungsmöglichkeit. Die Lernmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, auch weil sich die Tätigkeiten sehr oft wiederholen.

EDIT 2:

Ich habe mein Studium bisher mit Absicht nicht geschrieben, um das Ergebnis nicht zu beeinflussen. Nun, ich habe Physikalische Technik studiert. Von allem Technischen und Naturwissenschaftlichem ein bisschen, also ein Studium ohne besondere Spezifizierung. Ich werde versuchen, mich weiter in Richtung Entwicklungsingenieur zu bewerben, auch wenn das noch nicht meiner wahren Berufung entspricht.

Mein spirituelles Bedürfnis und mein Helfen-wollen, werde ich vielleicht doch lieber eher hier in Schriftform ausüben. 🙂 Und vielleicht mache ich nebenberuflich mal einen Master in Betriebspsychologie.

EDIT 3:

Mir hat es geholfen, den MBTI-Persönlichkeitstest zu machen. Ich bin ENFP. Und wenn man dann nach einen von den 16 Persönlichkeitseinteilungen googelt, erhält man ziemlich passende Berufsmöglichkeiten. Unter anderem wurde mir wieder der Ingenieur vorgeschlagen. Andere Berufe: Journalist, Politiker, Berater und Psychologe. 🙂

Steffen

Ich hätte ja extrem viel über meinen Chef zu berichten …

aber dann würde ich mir vielleicht noch eine Kündigung einhandeln. Und das wollen wir doch nicht.

Es ist verdammt schwer sich gegen psychopathische Chefs zu wehren, die sich jahrelang alle psychologischen und rhetorischen Kniffe für ihre Machterhaltung antrainiert haben.

Die gute Nachricht: Ich werde immer besser im analysieren menschlicher Bosheiten.

Bleibt nur zu hoffen, dass ich nicht auch mal so einer werde. 😉

Wollen Sie mal Führungskraft werden? Hmmm, ja, aber ich führe lieber von unten. 🙂

Ob ich will oder nicht – jeden Tag Zazen

In diesem Jahr habe ich an 43 von 45 Tagen meditiert. Diese zweimal war es einfach unmöglich Zazen zu machen. Einmal weil ich mit den Kindern, die ich ins Bett bringen wollte, eingeschlafen bin. Und einmal ging es mir nicht gut.

Es gab einige Tage an denen ich keine Lust hatte mich auf das Sitzkissen zu setzen, und es dann aber doch tat. Nicht weil ich wollte, sondern weil ich musste. Weil nur derjenige erfolgreich ist, der kurzfristige Stimmungsschwankungen ignoriert und das langfristige Ziel nicht aus den Augen verliert. Diese Sitzungen waren dann sehr unruhig. Doch in den Sitzungen, in denen ich unruhig bin und mich am liebsten ins Bett legen möchte, gerade diese Sitzungen sind wichtig. Ich versuche den Gedanken nur wenig Raum zu geben. Doch gestern hatten mich die Gedanken völlig vereinnahmt, vielleicht auch weil gerade so viel in meinem Leben passiert. Am Ende der Sitzung war mir die Unruhe sehr bewusst, was ich als sehr positiv bewerte. Es werden wieder Sitzungen kommen, in denen nur kurz Gedanken-Blops auftauchen und ich ziemlich leer bin. Leer sein heißt hier nicht leblos, sondern sogar im Gegenteil völlig aufmerksam für meine Umwelt. – So langsam merke ich, dass dieses Meditieren in ein Ritual übergeht, was mich sehr glücklich macht.

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