Marathon-Mönch oder die Überschreitung unserer selbstgesetzten Grenzen

In Kyoto im Enryaku-Ji auf dem Hiei-Berg leben die sogenannten Marathon-Mönche. Sie sind berühmt für ihre besondere, ja fast übermenschliche, Art der spirituellen Übung die eine schon tausendjährige Tradition hat. Dabei läuft ein Mönch 80 km am Tag auf einem Pilgerweg, und das für 100 aufeinanderfolgende Tage. Dafür läuft er ca. 17 Stunden am Tag und schläft nur zwei Stunden. Der Mönch ist mit einer kleinen Laterne ausgerüstet, da er oft in der Dunkelheit unterwegs ist. Wenn er es nicht schafft die Strecke zu laufen, muss er sofort Selbstmord begehen. Das gibt dem ganzen die nötige Portion Ernst. Am Ende dieser langjährigen Übung kommt ein neuntägiger „Spaziergang“ namens Doiri. Neun Tage ohne Schlaf, ohne Wasser und ohne Essen. Laut der Wissenschaft sollte der Mönch nach einigen Tagen tot sein, aber diese Mönche gehen über diese Grenzen hinaus. Wow, wie inspirierend. Und auch ich mache mir klar, was in unserem Leben möglich ist, wenn wir alles nur mit einem gewissen Ernst durchziehen und die Meinungen der anderen ignorieren.

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Ich bin Zen-Buddhist und habe hunderte Hobbies. :) https://nebelnurnebel.wordpress.com/

One response to “Marathon-Mönch oder die Überschreitung unserer selbstgesetzten Grenzen”

  1. aquasdemarco says :

    Disen Kommentar habe ich mit dem nötigen Ernst durchgezogen.

    Gefällt 1 Person

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