Ein Leben ohne deprimierende Nachrichtenberieselung

Wenn ich ins Internet gehe, schaue ich zuerst auf verschiedene Nachrichtenseiten. Nach ca. zwanzig Minuten habe ich die geballte Ladung an Krieg, Terror, Mord, Vergewaltigung und anderen Boshaftigkeiten abbekommen. Es stellt sich das Gefühl ein, dass die Welt ein verdammt schlechter Ort ist und man besser gar nicht erst auf die Straße geht. Na klar gibt es viel Schlechtes in dieser Welt. Aber indem ich es mir nach Hause hole, mache ich mir die Welt schlechter als sie ist. Warum lese ich die Nachrichten überhaupt? Um besser zu planen, weil ich Situationen besser einschätzen kann? Um mich selbst vor Unheil zu schützen? Aber die Angst vor dem Unheil auf die Gesamtheit der Menschen bezogen, ist vielleicht schlimmer als das reale Unheil. Ich habe mir überlegt Nachrichtenseiten zu meiden, und lieber meine Kollegen und Freunde zum Weltgeschehen zu befragen. Nach ein paar Wochen Nachrichtenabstinenz werde ich merken, wie gut ich auch ohne Nachrichten leben kann. Ich habe dann mehr Zeit für schöne, interessante Literatur. EDIT: Weniger belastende aber sehr informative Nachrichten kann ich auch im Radio hören. Sehr zu empfehlen ist:

WDR5 – Livestream

Deutschland-Radio – Livestream

Deutschland-Radio – Presseschau-Podcast

EDIT:
Auch im Deutschland-Radio werde ich immer wieder mit schrecklichen Nachrichten konfrontiert. Die Frage ist also, ob ich mir diesen Informationsinput nicht auch anders holen kann? Bisher ist mir nur ein gutes Beispiel eingefallen. Schöne Reportagen aus der Arte-Mediathek. 🙂

Arte-Mediathek

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About steffensteffensteffen

Ich bin Zen-Buddhist und habe hunderte Hobbies. :) https://nebelnurnebel.wordpress.com/

6 responses to “Ein Leben ohne deprimierende Nachrichtenberieselung”

  1. SalvaVenia says :

    Nachrichtenpause pflege ich auch immer wieder. Das hat einen wunderbaren Erholungseffekt … 🙂

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  2. freiedenkerin says :

    So ab und an, nach einem harten, anstrengenden Arbeitstag, lege ich auch kleine Nachrichtenpausen ein. 😉

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  3. erik says :

    Mein Tipp: Wir hatten 4 Monate KEIN INTERNET (manche können sich das vielleicht nicht vorstellen, aber wir leben noch und sind auch nicht plötzlich dumm oder so). Jedenfalls habe ich davor nie normale Nachrichten gelesen, nur Technik- und Linux/Opensource-Nachrichten und ab und an DLF gehört und Tagesschau geguckt. Wird sich jetzt, wo das Internet wieder da ist, auch nicht ändern.

    Also: Internetanschluss kaputt machen und jemanden beauftragen, den Neuanschluss vier Monate lang zu sabotieren. Ich hatte plötzlich richtig viel Zeit für anderes – also für das Leben. Juchuuu!

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