Tee-Staub-Gedicht

Sonntag.
Fast jede Ecke geputzt,
müde und nervös sitze ich jetzt in meinem Sessel,
und spüre schon wieder Dreck, Dreck, Dreck.

Doch jetzt nehme ich mir eine Pause.
Für etwas Sinnvolles.
Ich werde lesen.
Staub fällt in mein Buch.
Staub, Staub, Staub.
Ich kann mich nicht mehr auf den Sinn des Textes konzentrieren,
und starre nur die leeren Wörter an.
Unbehagen.

Um mich von der Ablenkung abzulenken, mache ich mir einen Pfefferminztee.

Das ungelesene Buch macht darauf hin einen geknickten Eindruck.
Es wirft mit ungelesenen Buchstaben nach mir.
Ein I trifft mich am Ohr.

Der Tee zieht und ich fühle mich wie dessen Teebeutel.
Teedampfmoleküle tummeln sich in meiner Nase.
Ihnen gefällt es.

Ich finde keinen Platz um den verbrauchten Teebeutel abzulegen.
Ich trinke den Tee mit dem Teebeutel drin, ohne diesen zu verschlucken.

Der Tee spült den Staub davon.

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About steffensteffensteffen

Ich bin Zen-Buddhist und habe hunderte Hobbies. :) https://nebelnurnebel.wordpress.com/

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